Aussprache des Sindarin


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Beitrag Fr Aug 12 2016 10:54

Aussprache des Sindarin

Hallo zusammen,

beim Durchblättern von Helmut Peschs Sindarin-Kurs ist mir bei seinen Angaben zu der Lautschrift aufgefallen, dass gemäß seinen Auffassungen die Plosive p, t und k im Sindarin wie im Deutschen behaucht ausgesprochen werden, und dass Vokale im Anlaut im Sindarin ebenso wie im Deutschen (aber anders als in den romanischen Sprachen) mit einem Knacklaut versehen werden.
Stimmt das, oder ist das im Elbisch-Kurs von Pesch einfach nur der Tatsache geschuldet, dass er dort eine vereinfachte Lautschrift verwendet?
Grüße,
Annaeru
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Beitrag Fr Aug 12 2016 15:51

Re: Aussprache des Sindarin

annaeru hat geschrieben:Stimmt das, oder ist das im Elbisch-Kurs von Pesch einfach nur der Tatsache geschuldet, dass er dort eine vereinfachte Lautschrift verwendet?

Was meinst du denn mit "vereinfachte Lautschrift"? Wenn da explizit angegeben ist, dass p, t und c aspiriert sind und Wörter, die mit Vokalen beginnen, einen Glottisschlag am Anfang haben, ist das ja schon ziemlich spezifisch :D

Also soweit ich weiß, gibt es keine direkten Hinweise von Tolkien selbst, ob die Konsonanten aspiriert sind oder nicht ... Da Tolkiens Muttersprache Englisch war, könnte man mutmaßen, dass er diese Konsonanten tendenziell aspiriert hat, schätze ich. Aus dem selben Grund würde ich eher vermuten, dass vokalische Anlaute ohne Glottisschlag gesprochen werden. Sicher ist das aber nicht.

Gruß,
smuecke
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Beitrag Sa Aug 13 2016 23:19

Klare Aussagen zu der Aspiration in Sindarin gibt es nicht. Indirekt sieht man z.B., dass Khuzdul khazâd [kʰaza:d] in Sindarin als chaðǭd [χaðɔ:d] adaptiert wurde (später hadhod), mit einem Reibelaut. Allerdings unterscheidet Khuzdul [k], [kʰ] und [g] - das würde man in Sindarin wohl ohnehin mit [k]/[kʰ], [χ] und [g] adaptieren, unabhängig davon, ob das "k" aspiriert ist oder nicht.
Ich würde aber davon ausgehen, dass die Plosive in Sindarin nicht aspiriert sind, weil Tolkien ansonsten die Aspiration immer explizit erwähnt, unaspiriert ist für ihn praktisch der Default-Wert. Z.B. wird in einer der letzten PEs erwähnt, dass in Quenya doppelte Plosive wie in quetta leicht aspiriert sind (die normalen also nicht).

Zu dem Glottisschlag gibt es natürlich viel weniger Angaben, aber dessen Übergebrauch ist doch sowieso eine deutsche Eigenheit, warum sollte das in Sindarin der Fall sein?

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