Diese Formen gibt es in Sindarin nicht. Also gibt es auch keinen Unterschied.
Ein Perfekt Aktiv so wie im Deutschen (,also die Zusammensetzung aus einem Hilfsverb wie "haben" oder "sein" plus einem PPP) haben wir für Sindarin nicht. Es ist keine solche Form belegt. Wir sagen in Sindarin also nicht: "Ich bin gegangen" oder "ich habe getan", sondern: "ich ging" und "ich tat". Es gibt also nur ein Imperfekt, das mit Hilfe von Einfügungen/Umlautungen und Endungen gebildet wird, ähnlich wie in Latein.
Wir können auch nicht sicher sagen, ob die Geschichte mit der Passivkonstruktion so funktioniert wie im Deutschen, sprich dass man aus Partizip und "werden" ein Passiv bilden kann. Manchmal verwenden wir solche Konstruktionen, weil es sie in vielen Sprachen gibt, und im allgemeinen werden sie auch bei Sindarinübersetzungen von den meisten Leuten verstanden, aber ob der Professor das gutheißen würde, können wir nicht voraussetzen.
Wir wissen, dass in Sindarin das Wort "sein" im allgemeinen wohl einfach wegfällt. (Mit Ausnahme des Imperativs) Die Erkenntnis haben wir aus der Sindarinversion des Vaterunsers VT 42:21 f. gewonnen. (Ae Adar nín i vi Menel = O mein Vater, der du (bist) im Himmel; bzw. No aer i eneth lín = dein Name sei heilig)
Das ist aber auch schon alles, was wir zu wissen glauben. Wir haben nur das eine Beispiel.
Im allgemeinen ist es ja aber so, dass eine Mutation immer einen bestimmten Grund hat. Es gibt ein grammatikalisches oder phonologisches Phänomen, das sie auslöst. Sehr oft wird sie dadurch verursacht, dass das voranstehende Wort beim nachfolgenden den Anfang beeinflusst. (So verändert das Substantiv beim nachgestellten Adjektiv den Beginn oder die Präposition beim darauffolgenden Wort.)
Wenn jetzt aber ein (hypothetisches) Wort wie "sein" zwischen beiden Bestandteilen stehen würde, die beiden also rein logisch betrachtet, eigentlich gar nicht mehr direkt aufeinanderfolgen, fehlt der ursprüngliche Grund für eine solche Beeinflussung.
Wenn man sich also zwischen das Relativpronomen und das Substantiv in deinem Fall eigentlich eine solche (nichtexistierende) Form von "sein" dazwischendenken muss,
könnte es sein, dass gar keine Mutation stattfindet.
Sicher wissen wir das zwar nicht. (Wie ich schon oben sagte.) Nur logisch wäre es.

Du darfst das gerne mache wie du magst. Es war nur eine Anmerkung meinerseits.